Wärtsilä
Mit Präzision und Teamwork:
Konecranes implementiert komplexe Hebelösung für finnische Schwergewichte
Blick in die Halle
Große Herausforderungen erfordern starke Lösungen: Viele der Produkte des Konecranes-Kunden Wärtsilä, eines der weltweit wichtigsten Hersteller für Schiffsmotoren, haben riesige Ausmaße und ein entsprechend gewaltiges Gewicht – und sind zudem hochgradig empfindlich. Wärtsilä verlässt sich deshalb beim sicheren und zuverlässigen werksinternen Transport auf eine maßgeschneiderte Lösung von Konecranes.
Als der Wärtsilä-Konzern infolge seiner schnellen Expansion in Deutschland begann, seine Hamburger Niederlassungen an einem gemeinsamen Standort zu konsolidieren, identifizierten die Berater Optimierungsmöglichkeiten für den Materialfluss: Zum Beispiel sollten fortan saubere überholte Maschinenteile klar abgesondert von ölverschmierten Demontageplätzen zwischengelagert werden. Um die neu konzipierten Wege für die Großaggregate effizient umzusetzen, bat der Schiffsmotorenbauer Konecranes um Unterstützung. Der Kontakt zu Konecranes erfolgte über die Firma Logistic Consult AG. Das Konzept, das Konecranes für die angedachte Optimierung entwickelte, überzeugte Wärtsilä – und die Unternehmen, deren Stammsitze beide in Finnland liegen, begannen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit.

Überfahrt
Zunächst montierte Konecranes in den 3 Hallenschiffen der Hamburger Niederlassung jeweils 54 Meter lange, perfekt an die Hallenkonstruktion angepasste Kranbahnen. Damit das Hebesystem die größtmögliche Fläche abdecken kann, entschied sich das Projektteam für Hängekrane mit einer Hakenhöhe von mindestens 7 Metern. In einer der äußeren Wärtsilä-Hallen, dem Schwerlastschiff, installierte Konecranes einen Zweiträger-Hängekran, der bis zu 16 Tonnen bewältigen kann, außerdem einen Einträger-Hängekran für eine Traglast von 10 Tonnen und einer Spannweite von 16 Metern. Beide Krane verfügen jeweils über 2 Katzen und ermöglichen so jedem Kran mit 2 Hubwerken, im Tandembetrieb zu fahren. Damit sich die schweren Schiffsmotorenteile drehen und wenden lassen, wurde für diese beiden Kranbrücken eine Kopplung in doppeltem Tandembetrieb eingerichtet, der sogar eine Traglast bis 20 Tonnen ermöglicht. Die beiden anderen Hallenschiffe stattete Konecranes mit baugleichen Einträger-Hängekranen mit einer Traglast von je 10 Tonnen aus.
Häufig müssen die gewaltigen Schiffsantriebe während der Reparatur zwischen den Hallenschiffen bewegt werden. Damit diese Teile sicher und effizient von einer Halle zur nächsten transportiert werden können, wurden Überfahrten zwischen den Hallen angelegt, die für Lasten bis zu 10 Tonnen ausgelegt sind.
8 Konsolkrananlagen, die unter den Hängekrananlagen befestigt sind, befördern leichtere Teile zur Reparatur. Jede von ihnen hält einem Gewicht von bis 2 Tonnen bei einer Auskragung von 6 Metern stand. Spezielle Bereiche wie Prüfstandsräume und Kabinen stattete Konecranes mit zusätzlichen Kleinkransystemen aus.
Präzision und Teamwork sorgten dafür, dass diese komplexe und knifflige Aufgabe zur Zufriedenheit aller gelöst werden konnte – eingeschlossen der Kunden des finnischen Schiffsmotorenbauers: Denn während des Umzuges der drei Standorte lief der Betrieb Wärtsilä in vollem Umfang weiter, sodass kein einziges Schiff länger an seinem Liegeplatz bleiben musste als unbedingt nötig.
Über Wärtsilä
Wärtsilä ist börsennotierter Konzern mit dem Hauptsitz in Helsinki, Finnland. Das Unternehmen gehört zu den führenden Herstellern von Schiffsdieselmotoren, Schiffspropellern und Kraftwerken und erzielte 2009 einen Umsatz von 5,3 Milliarden EURO. Wärtsilä hat 160 Standorte in 70 Ländern und beschäftigt über 18.000 Mitarbeiter (Stand 2009).
Die größten Containerschiffe der Welt (Emma-Mærsk-Klasse) werden von Wärtsilä-Motoren mit 109.000 PS angetrieben.